Burg Scharfenstein im Eichsfeld
 

Über die Burg

Ein Ort der Begegnung, der Entspannung und Ausflugsziel

  • Burg-Scharfenstein_Gelaende
Auf dem Bergsporn des Düns befindet sich einer der schönsten Ausflugsorte des Eichsfelds: die Burg Scharfenstein, die 1209 erstmals urkundlich erwähnt wird. Für Wanderer, Naturfreunde und Sportler ist sie zu jeder Jahreszeit ein lohnendes Ziel.
Die stattliche Burganlage präsentiert sich dem Besucher als markantes Monument aus Geschichte und Gegenwart. Der besondere Reiz des bauhistorischen Kulturdenkmals wird durch umfangreich sanierte Burgmauern, modern gestalteter Fassaden der Vorburg und der Außenrekonstruktion der Kernburg bestimmt. Die aufwändige Rekonstruktion des Innenbereichs der Kernburg dauert gegenwärtig noch an.

Neben der Besichtigung der Burganlage, z. B. im Rahmen einer Führung, oder der Teilnahme an monatlichen Veranstaltungen findet der Besucher Erholung und Entspannung auf der Burg-Terrasse und kann von dort einen herrlichen Blick hinab ins Leinetal, den Zehnsberg, weiter im Hintergrund auf den Eichsfelder Kessel, die Harburg, das Ohmgebirge und bei klarem Wetter auf den Harz mit dem Brocken genießen.

Johann Christoph Carl Duval (1807-1853) ein deutscher Schriftsteller, Maler und Lithograf, wusste Anfang des 19. Jahrhunderts über die Burg Scharfenstein so zu berichten:

  • Carl_Duval-Schloss_Scharfenstein
Von einem waldigen Vorsprunge des Düngebirges schaut das alte Schloß Scharfenstein mit seinen noch erhaltenen Gebäuden über den Wipfeln der hohen schönen Bäume, welche den Berg beschatten, so freundlich in die Ebene herab, daß die Sonne ihm jeden Morgen ihren ersten Gruß bietet und wir uns nicht enthalten können, den ersten Pfad, welchen wir vor uns sehen, zu betreten und die Höhe zu erklimmen.

Auf einem breiten, grasbewachsenen Wege steigen wir langsam aufwärts. Die erste Spur, welche wir von der Burg, die uns der Wald verdeckt, erblicken, ist ein links an unserm Wege befindlicher mit einem steinernen verzierter Überbau versehener Wasserbehälter, welcher noch heute benutzt wird. Von hier aus noch einige hundert Schritte aufwärts gelangen wir auf die Höhe, wenden uns nach links und sehen nun die alte Veste dicht vor uns liegen.

Ehe wir zu der alten Burg selbst gelangen, kommen wir links vom Thore zu einer bejahrten Linde, welche uns von vergangenen Tagen gar Vieles zuflüstern könnte. Unter ihren Zweigen, in denen es wie Geisterlispeln tönt, stand gewiss schon manch Burgherr und schaute stolz im Gefühle seiner Sicherheit auf das tief unten liegende Thal hinab, hier saß gewiss manche Burgfrau, manches Burgfräulein und blickte mit banger Sehnsucht nach dem Gatten, nach dem Geliebten aus, denn der Umblick von dieser Stelle ist überaus reizend und ausgebreitet. Man blickt hinab in das zwischen dem Dün und Ohmgebirge liegende mit vielen freundlichen Dörfern besäte Tal, welches von dem Ohmgebirge, - an dem das Schloß Bodenstein besonders bemerkbar wird, - von der Harburg, der Hasenburg und den übrigen sich anreihenden Bergen eingerahmt wird, über diese Höhen hinweg aber schaut man zu fernen blauen Bergen, zunächst zu denen in der Gegend bei Göttingen an, dann sieht man die lange Kette der Harzberge, über die sich der Brocken majestätisch erhebt, bis hinab zu den waldigen Bergeshäupter jenseits Nordhausen und noch weiter hin.



Quelle:
„Das Eichsfeld Oder historisch-romantische Beschreibung aller Städte, Burgen, Schlösser, Klöster, Dörfer und sonstiger beachtungswerther Punkte des Eichsfeldes“ von Carl Duval, erschienen 1845.
Entnommen dem „ Eichsfelder Heimatborn“, Band 1, 1. Auflage, August 1924, Druck und Verlag von f. W. Cordier, Heiligenstadt (Eichsfeld).

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